Stärkung der KYC- und Sanktionsprotokolle: Binance arbeitet mit Kharon und Neterium zusammen
Die globale Krypto-Börse Binance hat ihre neueste Zusammenarbeit mit dem Finanzanalyseunternehmen Kharon und dem API-nativen Screening-Anbieter Neterium angekündigt. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, die Know-Your-Customer- (KYC) und Sanktionsprotokolle von Binance zu stärken und somit die Compliance-Maßnahmen zu verbessern.
Eine Maßnahme zur Verbesserung der Sanktionsprüfung und KYC-Verfahren
Durch diese strategische Partnerschaft wird Binance fortschrittliche Daten und Analysen nutzen, um die Sanktionsprüfungen zu verbessern und seine KYC-Verfahren zu verfeinern. Kharon, ein führendes Unternehmen im Bereich Finanzdaten-Analytik, wird umfassende Nutzerdaten und Informationen bereitstellen, die direkt in die Transaktionsüberwachungssysteme von Binance integriert werden. Diese Zusammenarbeit wird durch die Partnerschaft mit dem Technologieanbieter Neterium ermöglicht.
Beitrag zur Risikominderung und Compliance
Die Zusammenarbeit dient als bedeutende Entwicklungschance, um Datensysteme zu stärken, die darauf ausgerichtet sind, die Fähigkeiten von Krypto-Handelsplattformen zu verbessern und gleichzeitig Strategien und Tools zu fördern, um Aktivitäten illegaler Akteure zu überwachen und zu verhindern. Laut Chagri Poyraz, dem Global Head of Sanctions bei Binance, unterstreicht dieser Schritt das Engagement des Unternehmens, ein branchenführendes Compliance-Programm aufzubauen, wobei Big Data und innovative Technologien eine Schlüsselrolle beim Risikomanagement spielen.
Partnerschaft für regulatorische Compliance und Risikominimierung
Auf der anderen Seite betonte Howard Mendelsohn, Chief Client Officer von Kharon, dass Anbieter virtueller Vermögenswerte hochwertige Daten und dynamische Technologien benötigen, um ihre Compliance-Programme zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit Binance zur Bereitstellung von Daten- und Analyse-Tools wird als bedeutende Entwicklung angesehen, um die Erwartungen der Regulierungsbehörden besser zu erfüllen und Risiken zu mindern.
Binances anfängliche Haltung und spätere Änderung
Zu Beginn war Binance-CEO Changpeng Zhao zögerlich, russische Nutzer im Zuge des Krieges in der Ukraine zu sanktionieren. Er betonte, dass das Blockieren russischer Nutzer auf Krypto-Börsen unethisch sei und argumentierte, dass das Umgehen wirtschaftlicher Sanktionen kein spezifisches Thema im Zusammenhang mit Kryptowährungen sei.
Binance passt sich dem sich verändernden regulatorischen Umfeld an
Allerdings musste Binance seine Haltung offenbar aufgrund staatlicher Einflüsse schnell anpassen, was zu weiteren sanktionsbezogenen Beschränkungen auf der eigenen Plattform führte. Diese Maßnahme erfolgte im Zuge des fünften Sanktionspakets der EU gegen Russland, wobei Binance Dienstleistungen für natürliche Personen mit Wohnsitz in Russland oder juristische Personen mit Sitz in Russland mit Krypto-Vermögenswerten im Wert von mehr als 10.000 EUR einschränkte.
Branchenführerschaft bei der Umsetzung von Sanktionen
Binance bemüht sich, seine führende Position im Bereich Krypto-Börsen zu halten, indem das Unternehmen diese Sanktionen zügig umsetzt. Es verstärkt sich die Überzeugung, dass auch andere große Börsen diesem Beispiel bald folgen und sich denselben Regeln beugen sollten.
Abschließend zeigt diese neue Zusammenarbeit zwischen Binance, Kharon und Neterium das Engagement der Krypto-Branche, strenge regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig ihren vielfältigen Nutzern weiterhin Mehrwert zu bieten. Die Verbindung hochwertiger Daten, innovativer Technologie und fortschrittlicher Analysen verspricht eine neue Ära der Compliance in der sich stetig weiterentwickelnden Welt der digitalen Währungen einzuläuten.

