Änderung des Verteidigungspolitik-Gesetzes hindert die Federal Reserve daran, CBDCs auszugeben, und stärkt die Privatsphäre
Am Donnerstag, den 21. August, führten die Republikaner im Repräsentantenhaus eine neuartige Bestimmung zum Verteidigungspolitik-Gesetz H.R. 3838 ein. Diese Änderung soll verhindern, dass die US-Regierung eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) an Privatpersonen herausgibt. Experten auf diesem Gebiet haben vorgeschlagen, dass eine solche Barriere ein wesentlicher Schutz für die Zukunft der finanziellen Privatsphäre sein könnte.
Schutz der finanziellen Privatsphäre von Individuen
Die Bestimmung konzentriert sich hauptsächlich auf die Unfähigkeiten der Federal Reserve und legt dar, dass sie der Öffentlichkeit keine direkten Finanzdienstleistungen anbieten, keine Konten für sie führen oder etwas erschaffen kann, das einer CBDC ähnelt. Darüber hinaus betont sie, dass die Federal Reserve diese Regeln nicht umgehen kann, indem sie Banken oder andere Vermittler zur Ausgabe einer CBDC nutzt.
Ausnahme von dem Verbot
Allerdings liegt in diesen Richtlinien eine wesentliche Ausnahme, die besagt, dass diese Verbote keine Auswirkungen auf eine währungsdenominierte digitale Währung haben, die die Eigenschaften von Offenheit, Erlaubnisfreiheit und Privatsphäre besitzt. Darüber hinaus sollte sie die bestehenden Datenschutzbestimmungen für US-physisches Bargeld und Münzen wahren. Dies legt nahe, dass, obwohl strenge Richtlinien für standardmäßige CBDCs bestehen, die Möglichkeit digitaler Finanzen nicht vollständig ausgeschlossen wird, sofern diese Kriterien erfüllt werden.
Auswirkungen auf die Zukunft der digitalen Währung
Experten schlagen vor, dass diese neuen Beschränkungen ein wachsendes Unbehagen in Bezug auf Privatsphäre, Überwachung und die Rolle der Regierung im Bereich der digitalen Währung darstellen. Nanak Nihal Khalsa, Mitbegründer von Humantech, hob die potenziellen Gefahren hervor, die mit staatlich kontrolliertem digitalem Geld verbunden sind. Er beschrieb CBDCs als einer programmierten Währung unter staatlicher Kontrolle, die möglicherweise jede verfügbare Transaktion in einem von der Regierung betriebenen Hauptbuch aufzeichnet. Sein Anliegen besteht darin, ob die Entwicklung von Geld zu einer Infrastruktur für Überwachung wird oder im Dienst des Volkes bleibt.
Anti-CBDC-Überwachungsstaat-Gesetz
Bereits in diesem Sommer genehmigte das Repräsentantenhaus das Anti-CBDC-Überwachungsstaat-Gesetz. Dieses Gesetz beschränkt die Bundesregierung ebenfalls darin, eine CBDC zu schaffen, die in der Geldpolitik anwendbar sein könnte. Kongressabgeordneter Byron Donalds äußerte seine Meinung über die Entscheidung, indem er twitterte: „Central Bank Digital Currency (CBDC) würde nicht gewählten Bürokraten in unserer Bundesregierung die absolute Kontrolle über IHR GELD geben. Das ist falsch & das ist eine gefährliche Bedrohung der Freiheit.“
Standpunkt des US-Finanzministeriums
US-Finanzminister Scott Bessent hat zuvor einen robusten Widerstand gegen das Konzept einer CBDC geäußert und eine solche Idee als Zeichen der Schwäche kategorisiert. Er versicherte auch, dass er die Federal Reserve nicht dabei unterstützen würde, eine digitale Währung auszugeben.
Integration von Stablecoins durch die Regierung und deren Auswirkungen
Zusätzlich zu CBDCs warnte Humantechs Mitbegründer Khalsa vor den ähnlichen Risiken, denen auch Stablecoins ausgesetzt sind. Diese Risiken werden oft mit privaten Emittenten in Verbindung gebracht, die Benutzertransaktionen überwachen, einschränken und von ihnen profitieren können. Der grundlegende Unterschied liegt in den Einheiten, denen wir vertrauen: der Regierung oder einem privaten Unternehmen. Darüber hinaus betonte Khalsa, wie wichtig diese Warnungen gerade jetzt sind, insbesondere wenn Regierungen selbst beginnen, Stablecoins zu verwenden. Wyoming brachte kürzlich den Frontier Stable Token (FRNT) auf den Markt, eine staatlich unterstützte Münze, die an den US-Dollar und Staatsanleihen gebunden ist. Während viele dies als Meilenstein für die Akzeptanz von Kryptowährungen sehen, argumentieren einige Kritiker, dass es die Grenze zwischen dezentralem Geld und von der Regierung ausgegebenem digitalen Bargeld verwischt.
Die Möglichkeit einer föderalen CBDC
Prärogativen wie die von Wyoming könnten jedoch potenziell das Wachstum von Stablecoins fördern. Doch die alarmierende Aussicht besteht darin, ob die Federal Reserve und die Regierungsbeteiligten dies als Gelegenheit betrachten, ihre eigene umfassend kontrollierte Münze herauszubringen. CTO bei Komodo, Kadan Stadelmann, schlägt vor, dass eine föderale CBDC mit Überwachung auf Steroiden gleichkommen würde – eine Situation, die als Albtraum-Szenario charakterisiert wird.
Im Nachhinein haben verschiedene Experten, wie Jack O’Holleran, Mitbegründer und CEO von SKALE Labs, vorgeschlagen, dass Wyomings Einführung ein noch optimistischeres Gefühl für Stablecoins fördern könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der allgegenwärtigen Welt der Finanzen und digitalen Währung entwickeln wird.